Zeitarbeit oder Personalvermittlung: Was sich rechnet
Zeitarbeit vs. Personalvermittlung im Vergleich: Kosten, Bindung, Planbarkeit. Die ehrliche Rechnung für den Mittelstand — und wann welches Modell passt.
Zeitarbeit fühlt sich erstmal einfach an: Personal kommt, Problem weg. Aber die Rechnung wird selten zu Ende gedacht. Wir legen beide Modelle nebeneinander — ehrlich, auch wenn wir selbst nur eines davon anbieten.
Die Kostenrechnung
Zeitarbeit: Sie zahlen einen Stundensatz mit Aufschlag — typisch 30 bis 60 % über dem eigentlichen Lohn. Für eine Position à 3.500 € Monatslohn zahlen Sie effektiv 4.500 bis 5.500 € — jeden Monat, dauerhaft. Auf zwei Jahre: 108.000 bis 132.000 € für eine Stelle.
Personalvermittlung: Einmalig das Honorar — bei uns 15 % des Bruttojahresgehalts, also rund 6.300 € bei der gleichen Position. Danach zahlen Sie normale Personalkosten. Punkt.
Break-even liegt oft schon im zweiten bis vierten Monat. Danach ist Zeitarbeit einfach nur teurer — jeden Monat weiter.
Was Zeitarbeit kann — ehrlich
Wir verkaufen Ihnen keine Schwarz-Weiß-Welt. Zeitarbeit ist sinnvoll bei:
- Auftragsspitzen, die nachweislich in Wochen vorbei sind
- Vertretungen (Elternzeit, Krankheit) mit klarem Enddatum
- Extrem kurzfristigem Bedarf, wo Verfügbarkeit wichtiger ist als Bindung
Was Zeitarbeit nicht kann
- Mitarbeiterbindung. Leiharbeiter sind beim Verleiher angestellt — nicht bei Ihnen. Wer keine echte Perspektive sieht, geht. Fluktuation ist eingebaut.
- Team-Kultur. Ständig wechselnde Leiharbeiter bauen kein Team — sie erzeugen Mehrarbeit für Ihre Stammbelegschaft.
- Attraktivität. Die stärksten Kandidaten wollen Festanstellung. Wer nur Leiharbeit anbietet, fischt im kleineren Teich.
- Planbarkeit. Leiharbeiter können oft schnell abgezogen werden — gerade dann, wenn es Ihnen wehtut.
Der entscheidende Unterschied: Wem gehört der Mitarbeiter?
Bei Direktvermittlung unterschreibt die Person bei Ihnen, baut Bindung auf, wächst in die Rolle — und Ihre Einarbeitungs-Investition bleibt bei Ihnen. Bei Zeitarbeit zahlen Sie dauerhaft mehr für jemanden, der jederzeit weg kann.
Und was ist mit der Probezeit-Angst?
Das häufigste Argument für Zeitarbeit: „Wir können zurückgeben, wenn es nicht passt." Dafür gibt es die vertraglich geregelte Nachbesetzung: Was bei einem Abgang in der Probezeit gilt, steht im Vermittlungsvertrag — Zeitraum, Bedingungen, alles schriftlich, bevor es losgeht. Sie bekommen die Sicherheit ohne den Daueraufpreis.
Fazit
Zeitarbeit ist ein Werkzeug für kurzfristige Lücken — als Dauerstrategie bezahlen Sie dafür, nicht zu besitzen. Wer dauerhaft Personal braucht, rechnet mit Vermittlung einmalig und behält den Menschen. Wir machen übrigens nur Letzteres: Direktvermittlung in Festanstellung, 15 % bei Einstellung.
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